Kinderleiche in Staad SG: Wird Jasminas Tod je geklärt?

Jasmina lag tot im Keller.

STAAD SG –
Vor anderthalb Jahren wurde die kleine Jasmina tot im Keller ihres Elternhauses gefunden: Jessica T. und Hanspeter H. sind aber längst wieder auf freiem Fuss. Das Paar lebt noch am selben Ort – der Fall bleibt ungeklärt.

Jasmina (†1), das vernachlässigte Baby aus Staad SG – im Sommer 2015 bewegte ihr Tod die Schweiz. Polizisten finden das Kind damals bei einer Hausdurchsuchung leblos im Keller. Schnell wird klar: Jasmina ist schon längere Zeit tot. Wegen der fortgeschrittenen Verwesung muss die Rechtsmedizin ihre Identität abklären. Ihre Eltern, Jessica T.* (33) und Hanspeter H.* (53) sassen einen Monat in Untersuchungshaft.

In Freiheit – und weiterhin ein Paar

Das Paar lebt auch heute noch in demselben Haus. Sie halten zusammen, führen weiterhin eine Beziehung. Aber wie stehen sie zum dubiosen Tod ihrer Tochter? Jessica T. öffnet wütend die Tür und sagt zu BLICK: «Wir wollen nichts sagen. Das Verfahren läuft noch!»

Auch anderthalb Jahre nach dem Drama sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. «Die weitere Verfahrensdauer ist nicht absehbar», so Andreas Baumann, Sprecher der St. Galler Staatsanwaltschaft. Neue Erkenntnisse würden erst nach Abschluss der Untersuchung kommuniziert. Das gilt auch für Todesursache und Zeitpunkt.

Hat sie das Drama einander nähergebracht?

Weshalb Jasmina sterben musste, bleibt das Geheimnis von Jessica T. und Hanspeter H. Der Tod ihrer Tochter schweisst sie zusammen. Nachbar G. W.* zu BLICK: «Sie waren schon immer Aussenseiter im Quartier. Aber jetzt verbarrikadieren sie sich noch mehr in ihrem Haus. Die beiden sind kaum mehr zu sehen.» Sie wechseln mit niemandem ein Wort. Geschlossene Fensterläden und ein grosser Zaun schützen sie vor neugierigen Blicken.

Die Eltern verrieten sich selbst

Der Tod von Jasmina fliegt 2015 auf, weil Jessica T. das Sorgerecht für zwei ihrer Kinder haben will. Sie hatte neben Jasmina drei andere Kinder aus früheren Beziehungen, ein Junge und ein Mädchen waren fremdplatziert. Die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde findet darauf beim routinemässigen Hausbesuch Jasmina nicht – und ruft nur deshalb die Polizei!

*Namen der Redaktion bekannt

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